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		<title>Wenn Daten zu spät kommen: Der stille Fehler im Bestand</title>
		<link>https://mexxon.com/wenn-daten-zu-spaet-kommen-der-stille-fehler-im-bestand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 09:21:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum fehlende Sterbefall-Daten Versicherer Millionen kosten und was eine Datenstrategie verändert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p><strong>Wenn Systeme weiterlaufen, obwohl nichts mehr läuft</strong></p>



<p>Es ist ein sensibles Thema. Und es bleibt eines, egal wie sauber man es technisch beschreibt. Sterbefälle sind keine „normalen“ Datenpunkte. Dennoch müssen Systeme sie genau so behandeln.</p>



<p>Es sind oft die stillen Prozesse, die den größten Schaden anrichten.</p>



<p>Ein Versicherter stirbt.<br>Und im System passiert: nichts.</p>



<p>Beiträge werden weiter eingezogen, Services werden angestoßen, Briefe verschickt.</p>



<p>Das passiert nicht aus Fahrlässigkeit, sondern weil ein Ereignis, das außerhalb der Systeme stattfindet, im Inneren nicht ankommt.</p>



<p>Was auf den ersten Blick wie ein Randproblem wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als strukturelle Schwäche. Eine, die tief in den gewachsenen Strukturen vieler Versicherer verankert ist. Es handelt sich hierbei nicht einfach nur um einen einzelnen Prozessfehler. Kern des Problems ist grundsätzlicherer Natur: Wie gehen Organisationen mit Daten um, die eigentlich offensichtlich sein sollten?</p>



<p><strong>Das Problem: Daten, die nicht fließen</strong></p>



<p>Das Paradoxe daran ist, dass in vielen Versicherungen die relevanten Informationen schon längst existieren. Sie liegen in verschiedenen Sparten, Systemen oder externen Quellen vor. Und trotzdem entsteht eine Lücke.</p>



<p>Zwischen Lebens- und Krankenversicherung. Zwischen Ereignis und Verarbeitung. Zwischen Realität und System.</p>



<p>Der fehlende Sterbefall-Abgleich ist dafür ein prägnantes Beispiel. Ohne systematische Verbindung werden Todesfälle oft verspätet erkannt, manchmal erst nach Monaten.</p>



<p>Die Folgen sind konkret:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>weiterlaufende Beiträge, deren Rückabwicklung geregelt werden muss</li>



<li>unnötige Services</li>



<li>aufwendige manuelle Korrekturen</li>



<li>bei Hinterbliebenen kann ein schlechter Eindruck entstehen</li>
</ul>



<p>Was hier sichtbar wird, ist kein Einzelfall, sondern ein Muster: Daten sind vorhanden, aber sie bewegen sich nicht dorthin, wo sie gebraucht werden.</p>



<p><strong>Warum viele Datenstrategien hier scheitern</strong></p>



<p>Die Gründe dafür sind selten technischer Natur, sondern liegen tiefer in der Struktur der Organisation.</p>



<p><strong>1. Spartentrennung statt Datenfluss</strong><br>Versicherungen sind historisch entlang von Produkten organisiert. Leben, Kranken, Komposit – jede Sparte folgt ihrer eigenen Logik. Daten enden oft genau dort, wo sie beginnen.</p>



<p><strong>2. Missverstandene Data Governance</strong><br>Datenschutz wird häufig als Blockade interpretiert und macht aus dem Informationsfluss einen Staudamm. „Das dürfen wir nicht teilen“ ersetzt eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem, was tatsächlich erlaubt (und sinnvoll) wäre. Es ist gar kein maximaler Datenaustausch erforderlich, sondern ein minimaler, zielgerichteter Informationsfluss.</p>



<p><strong>3. Fehlende Event-Logik in der Datenplattform</strong><br>Viele Datenplattformen sind auf Speicherung ausgelegt, nicht auf Ereignisse. Sie dokumentieren Zustände, reagieren aber nicht auf Veränderungen.</p>



<p>Ein Sterbefall ist kein Datensatz. Er ist ein Ereignis. Und genau dafür fehlen oft die Strukturen.</p>



<p><strong>4. Datenqualität ohne Kontext</strong><br>Selbst wenn Daten vorhanden sind, fehlt häufig immer noch die Verknüpfung. Ohne eindeutige Identifikatoren, ohne Matching-Logik, ohne klare Qualitätskennzahlen bleibt unklar, welche Information verlässlich ist. Bedeutet: Unsicherheit und damit oft Stillstand.</p>



<p><strong>Wie datengetriebene Versicherer anders denken</strong></p>



<p>Organisationen, die Daten wirklich nutzen, folgen einer anderen Logik beginnend bei der Wirkung. Ein zentrales Prinzip dabei ist die Event-basierte Datenarchitektur.</p>



<p>Statt Daten nur zu sammeln, werden relevante Ereignisse früh erkannt, strukturiert verarbeitet und gezielt verteilt.<br>Ein Sterbefall wird so zu einem standardisierten Event mit klar definierten Attributen – reduziert auf das Notwendige, aber sofort nutzbar.</p>



<p>Was trivial klingt, verändert die Organisation fundamental:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Prozesse reagieren automatisch statt manuell</li>



<li>Daten werden dort verfügbar, wo Entscheidungen getroffen werden</li>



<li>Auditierbarkeit entsteht nicht nachträglich, sondern systemisch</li>
</ul>



<p>Der Effekt ist messbar.<br>In einer Vorstudie, die wir für einen Kunden gemacht haben, zeigte sich: Eine systematische Früherkennung kann manuelle Aufwände um bis zu 80 Prozent reduzieren und Sterbefälle mehrere Monate früher sichtbar machen.</p>



<p>Doch der eigentliche Gewinn liegt woanders und zwar in der Qualität der Interaktion. Denn im Moment des Todes entscheidet sich nicht nur ein Prozess, sondern eine Beziehung.</p>



<p><strong>Zwischen Empathie und Effizienz: Der unterschätzte Faktor</strong></p>



<p>Versicherungen sprechen viel über Kundenzentrierung. Selten zeigt sich, wie ernst es ihnen damit ist. Der Umgang mit Hinterbliebenen ist einer der sensibelsten Kontaktpunkte überhaupt. Und gleichzeitig einer der am stärksten datengetriebenen.</p>



<p>Wenn Systeme weiterlaufen, obwohl sie längst stoppen müssten, entsteht ein emotionaler Bruch. Vertrauen geht meistens gar nicht durch einen großen Fehler verloren, sondern eher durch viele kleine, die vermeidbar gewesen wären. Datenstrategie wird hier zur Frage von Haltung.</p>



<p><strong>Die Rolle von Datenpartnern und strategischer Beratung</strong></p>



<p>Die wenigsten Organisationen lösen solche Themen allein. Nicht, weil ihnen Technologie fehlt, sondern weil es an einem verbindenden Blick fehlt zwischen Fachlichkeit und IT, Governance und Umsetzung sowie zwischen regulatorischem Rahmen und operativer Realität.</p>



<p>Hier entsteht der Raum für spezialisierte Partner. Wir von mexxon arbeiten in solchen Kontexten an der Schnittstelle dieser Ebenen: mit Datenarchitekturen, die Ereignisse abbilden können, mit klarer Data Governance und mit Plattformansätzen, die über einzelne Use Cases hinaus skalieren.</p>



<p>Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung eventbasierter Datenpipelines oder die Integration solcher Logiken in bestehende Datenplattformen wie mexxon kidaton.</p>



<p><strong>Ein größerer Zusammenhang: Daten, die handeln</strong></p>



<p>Der Sterbefall ist nur ein Beispiel. Aber ein besonders eindrückliches, weil er zeigt, was passiert, wenn Daten zu spät kommen. Doch die gleiche Logik gilt für viele andere Bereiche:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gebäuderisiken, die erst nach dem Schaden sichtbar werden</li>



<li>Kundenverhalten, das erst nach Kündigung analysiert wird</li>



<li>regulatorische Anforderungen, die erst bei der Prüfung greifen</li>
</ul>



<p>In all diesen Fällen fehlt nicht die Information, sondern der Moment, in dem sie wirksam wird.</p>



<p>Datenstrategie bedeutet deshalb nicht, mehr Daten zu sammeln, sondern sie in Bewegung und Beziehung zueinander zu bringen.<a id="_msocom_1"></a></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Schäden kein Zufall sind: Wie Daten die Schadensquote verändern</title>
		<link>https://mexxon.com/wenn-schaeden-kein-zufall-sind-wie-daten-die-schadensquote-veraendern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 09:15:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie Versicherer mit Datenanalysen Risikotreiber erkennen, Schäden reduzieren und ihr Portfolio strategisch steuern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="4498" class="elementor elementor-4498" data-elementor-post-type="post">
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<p><strong>Schadensquote senken: Wie Versicherer Risikomuster erkennen</strong></p>

<p>Wenn Schadensquoten steigen, beginnen viele Diskussionen mit denselben Erklärungen: Wetter, Markt oder doch die Inflation?</p>

<p>Manchmal stimmt das sogar. Aber oft steckt mehr als eine Verkettung unglücklicher Ereignisse dahinter.</p>

<p>Denn wenn man Versicherungsdaten über längere Zeiträume betrachtet, zeigt sich, dass Schäden zwar Zufallsereignisse sind, ihre Verteilung im Portfolio aber häufig klaren Mustern folgt. Nur sind diese Muster im operativen Alltag häufig kaum sichtbar.</p>

<p>Rohrbruch, Hochwasser, Hitze. Daten können Naturereignisse natürlich nicht verhindern. Aber sie können sichtbar machen, wo Risiken systematisch unterschätzt werden.</p>
<p> </p>

<p><strong>Das eigentliche Problem: Daten sind da, aber ihre Logik bleibt verborgen</strong></p>

<p>Versicherer verfügen heute über enorme Datenmengen: Objektinformationen, Schadenhistorien, Vertragsdaten, Regionen, Baujahre, Deckungsbausteine, Selbstbehalte.</p>

<p>Doch diese Daten liegen meist verteilt über unterschiedliche Systeme. Einzelne Informationen sind vorhanden, aber die Zusammenhänge bleiben unscharf.</p>

<p>Dabei können blinde Flecken entstehen.</p>

<p>Wichtig ist zu erkennen, welche Risikotreiber dahinter stecken.</p>

<p>In der Praxis zeigt sich häufig, dass bestimmte Kombinationen aus Objektmerkmalen, Regionen, Baualtersklassen oder Deckungsstrukturen systematisch höhere Schadenrisiken erzeugen.</p>

<p>Doch ohne strukturierte Datenanalyse bleiben diese Muster oft unsichtbar.</p>

<p><strong>Risikotreiber verstehen: Der Schlüssel zur Steuerung</strong></p>

<p>Wenn Versicherer beginnen, Schadenverläufe datengetrieben zu analysieren, verändert sich die Perspektive. Plötzlich werden Zusammenhänge sichtbar:</p>

<p>Bestimmte Baualtersklassen zeigen überdurchschnittliche Schäden.</p>

<p>Einzelne Regionen entwickeln auffällige Schadenmuster.</p>

<p>Bestimmte Deckungsbausteine oder Selbstbehaltsstrukturen führen zu systematisch höheren Schadenkosten.</p>

<p>Was vorher wie zufällige Ereignisse wirkte, lässt sich plötzlich erklären und noch wichtiger: steuern.</p>

<p>Typische Hebel entstehen dann an ganz unterschiedlichen Stellen:</p>

<ul class="wp-block-list">
<li>Zeichnungsrichtlinien</li>

<li>Tarifierung und Segmentierung</li>

<li>Präventionsmaßnahmen</li>

<li>Portfolio-Steuerung</li>

<li>Frühwarnsysteme für auffällige Entwicklungen</li>
</ul>

<p>Das Entscheidende dabei: Es geht nicht darum, Risiken pauschal zu reduzieren.</p>

<p>Sondern darum, Risiken differenziert zu verstehen.</p>

<p><strong>Warum viele Versicherer hier trotzdem nicht vorankommen</strong></p>

<p>Der Engpass liegt selten in der Analysefähigkeit, sondern findet sich schon eine Stufe früher bei den Daten selbst.</p>

<p>In vielen Organisationen zeigt sich dabei ein ähnliches Bild: Objektdaten sind unvollständig, es fehlen Gebäudeattribute, Standortinformationen sind manchmal nur grob vorhanden und Schadeninformationen lassen sich nicht sauber mit Vertragsdaten verknüpfen.</p>

<p>Dadurch entstehen Analysegrenzen, lange bevor statistische Modelle überhaupt beginnen. Insbesondere im Bereich von Gebäude- und Objektrisiken spielt deshalb die Qualität der Daten eine zentrale Rolle. Externe Referenzdaten, Geo-Informationen oder strukturierte Gebäudedaten können interne Bestände erheblich aufwerten und eine präzisere Risikoanalyse ermöglichen.</p>

<p>Im Rahmen des Sustainable Data Hub haben wir in einer Vorstudie im Wohngebäudebereich untersucht, welche Gebäudedaten tatsächlich verfügbar sind und wie sie sich mit Geo- und Umweltdaten verbinden lassen.<br />Ergebnis war eine Bewertungsstruktur, die Risiken im Portfolio deutlich differenzierter sichtbar macht.</p>

<p><strong>Wie datengetriebene Versicherer arbeiten</strong></p>

<p>Versicherer, die hier erfolgreich sind, denken Schadenanalyse nicht als einmaliges Projekt, sondern als kontinuierlichen Prozess. Sie bauen Datenplattformen, die verschiedene Datenquellen zusammenführen (Bestandsdaten, Schadendaten, Objektinformationen, Geo- und Umweltdaten, externe Referenzdaten).</p>

<p>Auf dieser Grundlage entstehen Analysemodelle, die Risikomuster frühzeitig erkennen. So wird aus der Schadenanalyse ein Steuerungsinstrument für das gesamte Portfolio.</p>

<p><strong>Die Rolle externer Datenpartner</strong></p>

<p>Viele Versicherer stehen heute vor einer ähnlichen Herausforderung: Die eigenen Daten reichen für eine belastbare Risikoanalyse nicht aus. Gerade bei Gebäude- und Standortinformationen lassen sich interne Bestände häufig durch externe Datenquellen erheblich verbessern.</p>

<p>Primärquellen, Registerdaten oder Geo-Informationen können zusätzliche Objektattribute liefern, Risiken präziser bewerten und Segmentierungen schärfen.</p>

<p>Hier entstehen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Versicherern und datengetriebenen Spezialisten. Wir unterstützen Versicherer dabei, bestehende Datenbestände zu analysieren, externe Quellen zu integrieren und daraus datenbasierte Steuerungsmodelle zu entwickeln.</p>

<p><strong>Eine neue Perspektive auf Schäden</strong></p>

<p>Die entscheidende Erkenntnis datenbasierter Portfolioanalysen ist eigentlich eine sehr einfache:<br />Schäden selbst sind Zufallsereignisse, doch die Risikostruktur eines Portfolios ist es nicht.</p>

<p>Wer diese Muster erkennt, kann Schäden nicht nur besser erklären.</p>

<p>Sondern auch aktiv beeinflussen.</p>

<p>Und genau darin liegt eine der spannendsten Entwicklungen der Versicherungsbranche:</p>

<p>Dass Daten beginnen, aus der Vergangenheit zu erzählen und gleichzeitig Entscheidungen für die Zukunft zu ermöglichen.</p>

<p> </p>
								</div>
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				</div>
		]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>KI im Testing: Warum Testautomatisierung ohne sauberes Testkonzept scheitert</title>
		<link>https://mexxon.com/ki-im-testing-warum-testautomatisierung-ohne-sauberes-testkonzept-scheitert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 11:15:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Künstliche Intelligenz kann Testing beschleunigen, aber ohne klare Prozesse, stabile Datenbasis und durchdachte Teststrategie bleibt ihr Nutzen begrenzt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>von Inci Güler, Data Quality Analyst, Technical Consulting</em></p>



<p></p>



<p><strong>Wenn Automatisierung schneller kommt als das Testkonzept</strong></p>



<p>Manchmal sind die Erwartungen an #KI im Testing größer als das Testkonzept selbst.</p>



<p>Gerade wenn Zeitdruck dazukommt und neue Tools schnelle Lösungen versprechen, entsteht schnell der Eindruck, dass Automatisierung Probleme lösen kann, die im Testprozess selbst noch gar nicht geklärt sind.</p>



<p>In einem Projekt habe ich genau das erlebt.</p>



<p>Aufgrund meines naturwissenschaftlichen Hintergrunds betrachte ich sehr schnelle Veränderungen in der Arbeitswelt – etwa die Integration von künstlicher Intelligenz in Testkonzepte – zunächst eher kritisch.</p>



<p>Der Begriff „künstliche Intelligenz“ suggeriert ein umfassendes Verständnis komplexer Systeme, obwohl die Modelle letztendlich auf kollektiven Mustern aus bereits vorhandenen Daten basieren, ohne dabei die Qualität der Daten zu unterscheiden.</p>



<p><strong>Wo KI im Testing heute tatsächlich hilft</strong></p>



<p>In meiner täglichen Arbeit als System- und Abnahmetesterin nutze ich selbstverständlich Tools mit KI-Funktionen oder entsprechende Erweiterungen. Gerade bei praktischen Aufgaben können sie sehr hilfreich sein, etwa wenn es darum geht, Tippfehler zu erkennen, Tickets sauber zu strukturieren oder fehlende Informationen in Testfällen sichtbar zu machen.</p>



<p>Auch Testing-Tools wie #JIRA und #XRAY haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt, insbesondere wenn es darum geht, eine nachvollziehbare Teststruktur aufzubauen und den gesamten Workflow von Anforderungen über Entwicklung und #Testing bis hin zur Produktion transparent abzubilden. Ein solcher Überblick hilft enorm, Zusammenhänge zu erkennen und Probleme schneller zu identifizieren. </p>



<p>Dennoch nehmen diese Tools den Testern nicht die Hauptverantwortung für die Erstellung verarbeitbarer Testfälle ab. Je nach Sicherheits- und Datenschutzanforderungen des Systems und der Tests spart die Erstellung von Tests mithilfe von KI-Tools wie #Claude den Testern jedoch viel Zeit.</p>



<p><strong>Wenn KI im Testing falsch eingesetzt wird</strong></p>



<p>Gleichzeitig habe ich in einem Projekt erlebt, wie schnell die Erwartungen an KI größer werden als das, was in der Praxis sinnvoll ist. Unter erheblichem Zeitdruck wurde beschlossen, für Tests, die noch nicht einmal als stabile Regressionstests definiert waren, eine Testautomatisierung umzusetzen.</p>



<p>Das Team versuchte dennoch, Prozesse mithilfe von KI-Modellen vorherzusagen und zu automatisieren.</p>



<p>Die Automatisierung wurde geliefert.</p>



<p>Drei Monate später wurde sie wieder abgeschaltet, weil die Ergebnisse zu unzuverlässig waren und wir letztlich zu manuellen Tests zurückkehren mussten.</p>



<p><strong>Warum Testautomatisierung oft nicht an KI scheitert</strong></p>



<p>Solche Erfahrungen zeigen für mich vor allem eines: KI kann im Testing sehr viel unterstützen, insbesondere bei Struktur, Dokumentation und Analyse. Es zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: nicht die Technologie ist das Problem, sondern die fehlende Grundlage.</p>



<p>Testautomatisierung – mit oder ohne KI – funktioniert nur dann stabil, wenn:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Testfälle klar definiert sind</li>



<li>Prozesse konsistent ablaufen</li>



<li>Datenstrukturen belastbar sind</li>
</ul>



<p>Fehlt diese Basis, verstärkt Automatisierung bestehende Schwächen, anstatt sie zu lösen.</p>



<p><strong>KI im Testing braucht Struktur, nicht Erwartungen</strong></p>



<p>Wirklich belastbare Ergebnisse entstehen aber erst dann, wenn diese Werkzeuge auf klar definierten Prozessen und der Erfahrung von Menschen aufbauen, die Systeme und Abläufe wirklich verstehen. Nur dann können wir der KI für eine funktionierende Testausführung vertrauen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Simplicity als Erfolgsfaktor für Fusionen in der Versicherungsbranche</title>
		<link>https://mexxon.com/simplicity-als-erfolgsfaktor-fuer-fusionen-in-der-versicherungsbranche-interview-zwischen-frank-lamsfuss-jerome-claus-und-dietmar-schmidt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 09:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview zwischen Frank Lamsfuß, Jerome Claus und Dietmar Schmidt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="2461" class="elementor elementor-2461" data-elementor-post-type="post">
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<p>Interview zwischen Dietmar Schmidt, CEO mexxon Gruppe, Frank Lamsfuß, Vorstandsmitglied bei BarmeniaGothaer, und Jerome Claus, Bereichsleiter Unternehmerkunden Gesundheit bei BarmeniaGothaer, zu ihrem Beitrag „Simplicity als Erfolgsfaktor für Fusionen in der Versicherungsbranche“ im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche – Intelligence, Resilience, Simplicity“ herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus Mosen und Jürgen Moormann.</p>



<p></p>
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									<p><strong>Transkript:<br /><br />Dietmar Schmidt:</strong> Hallo, mein Name ist Dietmar Schmidt. Ich bin Co-Herausgeber des Buches „Digitale Dimensionen“ des Frankfurt School Forums zusammen mit Professor Moormann und Marcus Mosen. Und heute habe ich zwei spannende Autoren dabei mit dem Buchbeitrag „Simplicity als Erfolgsfaktor für Fusionen in der Versicherungsbranche“: Einmal den Frank und einmal den Jerome und ich überlasse euch gerne, dass ihr euch kurz vorstellt.</p>
<p><strong>Frank Lamsfuß:</strong> Ja, hallo Dietmar. Ich bin Frank Lamsfuß, ich bin Mitglied im Vorstandsteam der BarmeniaGothaer Gruppe und verantworte dort die Ressorts Vertrieb Marketing und auch die IT und ich freue mich auf unseren Austausch.</p>
<p><strong>Jerome Claus:</strong> Auch von mir „Hallo zusammen“ und vielen Dank für die Einladung, Dietmar. Ich bin Jerome Claus, verantworte die Zusammenführung unserer Vertriebe und seit kurzem Bereichsleiter bei BarmeniaGothaer.</p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Klasse, dass es geklappt hat für euch beide, dass ihr heute hier seid und ein bisschen Insights geben könnt für euren Artikel. Ich habe ihn mehrfach gelesen und ich muss sagen, der Titel beschreibt stark die Versicherungsbranche von der Digitalisierungs-Thematik, Regulierung, sinkenden Erträgen, wo Druck ausübt auf der Marktsegmentierungsseite zu überbordender Komplexität führt.</p>
<p>Und ihr habt jetzt in dieser Phase die Fusion, seid ihr angegangen und ihr schreibt auch, dass es unausweichlich für den einen oder anderen ist. Warum rückt das Thema Simplicity in diesem Zusammenhang so stark in den Vordergrund?</p>
<p><strong>Frank Lamsfuß:</strong> Ja, wie du richtig beschreibst, Dietmar, ist die Branche im Moment an einem Wendepunkt und Fusionen waren jetzt jahrelang kein Thema und in der letzten Zeit sehen wir ja, dass viele Marktteilnehmer über Konzentration, über Kooperation, über Fusionen nachdenken oder die auch durchziehen oder vollziehen. Das gilt nicht nur für Versicherungsunternehmen, sondern das gilt auch für andere Marktteilnehmer in unserem Markt. Und daran sieht man, dass der Transformationsdruck steigt.</p>
<p>Und gerade Simplicity hilft dann natürlich Strukturen zu vereinfachen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht in der Komplexität des Marktes und der Fusionen letztendlich zu ersticken.</p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Klingt spannend, Frank. Ich hebe da hervor, dass gerade Fusionen auf Augenhöhe wie in eurem Fall von Barmenia und Gothaer besonders anspruchsvoll sind, weil es eben nicht um Dominanz geht. Man bringt dem anderen nicht einfach bei, was man selbst macht, sondern die gegenseitige Integration steht im Vordergrund. Was unterscheidet da die Art und Weise wie gegenüber klassischen Übernahmen? Was ist da besonders bei euch?</p>
<p><strong>Jerome Claus:</strong> Einen ganz wichtigen Punkt hast du schon benannt, Dietmar. Das ist tatsächlich das Thema Dominanz. Bei Fusionen auf Augenhöhe versuchen wir Partner wirklich partnerschaftlich miteinander umzugehen. Das heißt, wir stülpen keine Kultur über,</p>
<p>sondern wir kreieren eine gemeinsame Neue.</p>
<p>Wir fassen Organisation zusammen und fokussieren uns wirklich auf die Stärken, um wie gesagt was Neues zu kreieren. Das macht das Ganze ehrlicherweise anspruchsvoller, aber auch chancenreich. Das heißt, wir können gemeinsam neu gestalten und schaffen so eine Identität, hinter der wir uns alle versammeln können.</p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Oh, klingt auch spannend, gerade der kulturelle Teil. Jetzt gehen wir noch mal eine Etage tiefer. Vor allem das Thema Vertriebsintegration ist ein entscheidender Prüfstein bei jeder Fusion, wie wir wissen. Und gerade hier kommen ja Konflikte, kulturelle Unterschiede und auch technische Themen hoch.</p>
<p>Welche typischen Stolperfallen habt ihr in der Praxis da beobachtet und wie hat euch da Simplicity in der Orientierung geholfen, um Friktion zu reduzieren?</p>
<p><strong>Frank Lamsfuß:</strong> Ja, wie du schon richtig sagst, im Vertrieb kommt quasi die komplette Komplexität beider Häuser zusammen und wirkt auf den Vertrieb ein. Zeitgleich ist der Vertrieb aber einer der größten Erfolgsfaktoren dann auch des neuen gemeinsam fusionierten Unternehmens. Und wenn man vermeiden will, dass man sich nur noch mit sich selbst beschäftigt, muss man natürlich schnell eine Marktwirksamkeit erreichen. Und das macht den Vertrieb so besonders und auch so anspruchsvoll in Fusionsüberlegungen. Und diese Punkte, die muss man halt sehr, sehr aktiv adressieren. Und Jerome, dabei hat uns Simplicity schon durchaus geholfen, oder?</p>
<p><strong>Jerome Claus: </strong>Genau, korrekt. Also Simplicity war ja für uns eher eine Methode. Das heißt, wir haben komplexe Sachverhalte vereinfacht, klare Strukturen dann gehabt und konnten so der ganzen Organisation Orientierung geben, um Akzeptanz und auch Vertrauen zu fördern.</p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Das ist interessant: Die Methodik “Simplicity” zu nehmen als strukturellen Wettbewerbsvorteil, so höre ich das raus, als kulturelles Bekenntnis – was bedeutet das für euch? Ihr habt das jetzt für die Fusion verwendet, aber was bedeutet das für die langfristige Entwicklung der Versicherungsbranche, wenn man Simplicity darüber hinaus für die Skalierung und konkrete Funktionsprozesse, die später dauerhafte Steuerungsprinzipien, wenn man das auch noch anwendet für die Organisation, was seht ihr da für Chancen drin?</p>
<p><strong>Frank Lamsfuß:</strong> Ja, für uns ist das extrem wichtig, weil am Ende ist es ja die konsequente Orientierung am Kunden und gerade das Thema Einfachheit in den Prozesswelten, in der Produktgestaltung, in der Kommunikation hilft uns natürlich extrem, Menschen zu adressieren, Menschenbedürfnisse im Markt zu adressieren und deswegen ist Simplicity für uns mehr als jetzt ein Effizienzprogramm. Es ist eher eine Art kulturelle Leitlinie, an der wir uns tagtäglich messen und an der wir uns auch in der Zukunft messen wollen. Und darüber glauben wir schon, dass wir ein Unterschied machen können in der Aufstellung des Unternehmens, weil wir ein sehr kundenorientiertes auf Service ausgerichtetes Unternehmen sind.</p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Spannend. Jetzt habe ich noch eine Frage am Ende. Ihr habt ja schon eine spezielle Fusion, insbesondere jetzt in deinem Ressort Bank. Du hast sozusagen die Marktseite mit der Vertriebsseite und die IT. Ist das eher ein Vor- oder Nachteil aus Fusionssicht für dich und dein Team gewesen?</p>
<p><strong>Frank Lamsfuß:</strong> Mal so, mal so. Ich glaube, in Summe ist es ein Vorteil, weil der große Vorteil ist, dass wir die Marktsicht, die Wirksamkeit unseres Unternehmens am Markt, also den Vertriebserfolg und damit auch die Kundenorientierung natürlich direkt im Ressort in die IT übertragen und dadurch ändert sich auch ein Stück weit die Perspektive in der IT und die Perspektive verändert sich in Richtung Kundenorientierung und ich glaube, das ist erstmal grundsätzlich ein Vorteil. Es hat natürlich auch einen Vorteil, wenn man das anders schneidet, aber da wir als Unternehmen sehr marktorientiert, sehr kundenorientiert aufgestellt sind, ist es glaube ich insgesamt Vorteil.</p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Vielen Dank, Frank und Jerome für die Insights, insbesondere der differenzierte Blick und die Möglichkeit Simplicity zu Steuerungsfunktion bei Fusionen einzusetzen, die offensichtlich eine sehr gute erfolgreiche Fusion ist. Und alles weitere an Details gibt es natürlich für die Betrachter, wenn sie den Artikel lesen von euch beiden. An dieser Stelle: Der wird wahrscheinlich Anfang 2026 rauskommen, freue ich mich, dass ihr dabei wart. Danke für die Runde hier und bis dann.</p>								</div>
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		<title>Governance von Künstlicher Intelligenz in Banken</title>
		<link>https://mexxon.com/governance-von-kuenstlicher-intelligenz-in-banken-interview-mit-sascha-dewald-und-dietmar-schmidt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2025 09:49:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Sascha Dewald und Dietmar Schmidt]]></description>
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<p>Interview zwischen Dietmar Schmidt, CEO mexxon Gruppe, und Sascha Dewald, Chief Growth Officer Deutsche Kreditbank, zu seinem Beitrag „Governance von Künstlicher Intelligenz in Banken“ im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche – Intelligence, Resilience, Simplicity“ herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus Mosen und Jürgen Moormann.</p>
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									<p><strong>Transkript:<br /><br />Dietmar Schmidt:</strong> Hallo, mein Name ist Dietmar Schmidt. Ich bin Co-Herausgeber mit Professor Moormann und Marcus Mosen zu dem neuen Buch „Digitale Dimensionen“ mit den Untertiteln „Intelligence, Resilience und Simplicity“. Und ich habe heute einen ganz besonderen Gast dabei, Sascha Dewald, der Senior Vice President der DKB und erzählt uns heute was zum Thema KI und Regulierung. Sascha, vielleicht kannst du dich kurz vorstellen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Sascha Dewald:</strong> Ja, Moin. Herzlichen Dank, dass ich dabei sein darf bei euch. Ich bin Sascha Dewald. Ich bin seit, ich glaube, ein bisschen über 15 Jahren an der Schnittstelle von Banking, Payment, Technologie unterwegs. Ganz früher in Fintechs, jetzt mittlerweile seit sechs Jahren bei der DKB und mich treibt immer so ein bisschen die Frage, wie wir Banken widerstandsfähiger werden können, gleichzeitig intelligenter, aber auch innovativer.</p>
<p>Und genau darum geht es in meinem Beitrag. Das habe ich versucht im Buch „Digitale Dimensionen” mit euch gemeinsam zu verarbeiten. Wie können wir künstliche Intelligenz nicht nur mit dem kleinen Zeh vorsichtig ins kalte Wasser einführen, sondern wirklich verantwortungsvoll, aber vor allem aus Kundinnen- und Kundenperspektive skalieren und steuern. Dabei schaue ich mir ganz explizit an, warum eine geeignete Governance, also ein Framework, so vielleicht der heimliche Erfolgsfaktor ist und welche Modelle in der Praxis da auch funktionieren.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Ah, das klingt schon ganz spannend. Du beschreibst ja in deinem Beitrag die KI-Governance jetzt nicht nur als Regulierungsaufgabe, sondern als strategisches Steuerungsmoment auch für die Banken, vielleicht auch für andere Finanzdienstleister. Darüber gibt es verschiedene Steuerungsmodelle. Vielleicht kannst du uns dazu ein bisschen Insights geben, spezifische Anforderungen und wie macht ihr das? Was ist der Ansatz aus deinem Artikel heraus?</p>
<p> </p>
<p><strong>Sascha Dewald:</strong> Ja, gerne. KI ist für mich kein isoliertes Tool oder so die nächste kleine Technologiestufe, sondern es hat sich so der gigantische Technologiesprung, gleichzusetzen mit Einführung oder Geburt des Internets, wenn man so will. Dabei nutzen ja Banken, Finanzinstitute grundsätzlich heute schon Machine Learning und KI an so ganz unterschiedlichen Themen und Projekten. Mittlerweile sogar als Entscheidungscopilot, der Kreditrisiken bewertet und Betrugsmuster erkennt, teilweise im Investment Banking oder Asset Management Portfolios optimiert. Aber ohne eine wirklich konsequente Governance laufen Banken hier Gefahr zum einen regulatorische Auflagen zu verletzen, der Klassiker. Gleichzeitig aber auch so Blackbox-Risiken einzugehen und dabei auch lang aufgebautes Kundenvertrauen zu verspielen.</p>
<p>Deswegen bedeutet Governance für mich mehr als so Compliance-Checklisten, die so klassisch sind. Sie schafft für mich einen strategischen Rahmen, um Innovation überhaupt skalierbar zu machen.</p>
<p>Und du hast nach Herausforderungen gefragt: Die sind erstmal wie immer die Datenqualität, weil auch Modelle sind immer nur so gut wie ihr Dateninput, denke ich. Zweites Thema ist Modelllebenszyklus. Von der Entwicklung über das Deployment bis hin zum Monitoring, also zur echten Steuerung, muss jeder einzelne Schritt immer nachvollziehbar sein. Er muss auditierbar sein und da gibt&#8217;s nicht so die üblichen Checks und Balances, wie wir Banker sie gewöhnt sind, sondern es sind gibt vollkommen neue Validierungsmethoden und vielleicht ganz am Ende ist es wie immer Accountability, also wirklich klare Verantwortlichkeiten. Wer greift ein, wenn so ein Modell da mal abdriftet, wohin auch immer das sein mag.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Du vergleichst auch die Steuerungsmodelle, also wie steuerst du am besten bis zu den hybriden Modellen, die man machen kann? Was ist da der Ansatz?</p>
<p> </p>
<p><strong>Sascha Dewald:</strong> Ja, ich schaue mir diverse Modelle an in meinem Beitrag und ich glaube nicht, dass es so ein richtig und falsch gibt. Meine Analyse zeigt so ein bisschen, dass weder ein reines zentrales noch ein reines dezentrales Modell heute noch Tempo und Kontrolle gleichermaßen liefert. Zentralisierung, wie immer, bringt Standardisierung, bringt so ein bisschen gefühlte Sicherheit, scheitert aber dann oft am Fach-Know-how und auch an der Umsetzungsstärke, also vor allem auch an der Dynamik und an der Geschwindigkeit.</p>
<p>Dezentralisierung wiederum fördert die Innovation, kann aber Risiken enthalten, die dann zunehmen und dadurch kann auch so ein Wildwuchs entstehen. Deswegen versuche ich mich in meinem Beitrag auf so ein hybrides Modell zu fokussieren, wo ich sage, es gibt so ein zentrales Center of Excellence, was verbindliche Standards schafft, Tools, Regulatorik, ein bisschen Recht, vor allem aber Methodik. Und gleichzeitig gibt es Fachbereiche überall im ganzen Konzern, die individuell Anwendungsfälle schaffen, komplett eigenverantwortlich mit klaren Leitplanken und das ist so die für mich perfekte Kombination aus Geschwindigkeit, aus Unabhängigkeit der Geschäftsbereiche und trotzdem mit einer starken Governance und einer zentralen Instanz.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Okay, das hört sich wirklich spannend an. Vielleicht jetzt mal auf die kleinen Institute eingehend, Sascha, in deinem Beitrag schreibst du, dass die KI bald nicht mehr Differenzierung, sondern eigentlich eine Existenzvoraussetzung ist und wie kann da so ein kleines Institut sich da noch durchsetzen gegenüber den Big Techs? Vielleicht kannst du uns da noch deinen letzten Insight geben.</p>
<p> </p>
<p><strong>Sascha Dewald:</strong> Ja, gerne. Also das ist richtig. Ja, KI ist aus meiner Sicht in Kürze nicht mehr der Differenzierer oder Hygienefaktor, der es gerade aktuell ist, sondern schlicht einfach ein Überlebensfaktor. Und ich glaube für kleinere Institute, aber auch für kleinere Unternehmen grundsätzlich klingt das vielleicht erstmal bedrohlich. Aber ich sehe auch immer die Chancen.</p>
<p>Das erste ist immer Cloud-first, weil alles, was halt irgendwie ein immenser Kostenhebel sein kann, wie eigene Rechenzentren, eigenes Hosting, nutzen auch kleinste Unternehmen mittlerweile Leistungen für Modelltraining und Modellbetrieb, also quasi so ein Pay-as-you-go, anstatt unkontrollierbarer Fixkosten. Ich setze den Fokus auch auf Nischen-Use-Cases als kleines Institut, während die Big Techs breite Plattform bauen. Dann können zum Beispiel Regionalbanken eine künstliche Intelligenz einsetzen, um zum Beispiel Mittelstandskredite schneller zu entscheiden, persönlicher mit den Kunden zu machen und vor allem ihre Effizienzen zu heben: Arbeitsplatz-KI, Prozess-KI. Trotzdem auch wie du sagst, die Kundenperspektive dabei viel mehr einsetzen, als ein Big Tech das jemals kann.</p>
<p>Ich glaube mein Fazit dabei ist immer so „Size matters less than strategy“, also wer KI-Governance wirklich ernst nimmt und auch Partnerschaften frühzeitig clever wählt, der kann auch als kleine Bank bestehen, wachsen, sich positionieren und auch fester etablieren.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Super spannend. Alle freuen sich jetzt auf deinen Beitrag mit diesem Energielevel, den du hast und ich kann dir sagen, das war wirklich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, was im Artikel noch drinsteht. Freut euch darauf. Vielen Dank für die Runde hier.</p>								</div>
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		<title>Transaktionsströme als Katalysator der Digitalisierung</title>
		<link>https://mexxon.com/transaktionsstroeme-als-katalysator-der-digitalisierung-interview-mit-dr-peter-robejsek-und-dietmar-schmidt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 09:52:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Dr. Peter Robejsek und Dietmar Schmidt]]></description>
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<p>Interview zwischen Dietmar Schmidt, CEO mexxon Gruppe, und Dr. Peter Robejsek, Geschäftsführer Mastercard Deutschland, zu seinem Beitrag „Transaktionsströme als Katalysator der Digitalisierung“ im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche – Intelligence, Resilience, Simplicity“ herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus Mosen und Jürgen Moormann.</p>
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									<p><strong>Transkript:<br /><br />Dietmar Schmidt:</strong> Hallo, mein Name ist Dietmar Schmidt. Ich bin Herausgeber des neuen Buchs “Digitale Dimensionen: Intelligence, Resilience und Simplicity” sind die Themen und heute freue ich mich besonders auf den Dr. Peter Robejsek, der der Geschäftsführer der Mastercard Deutschland ist. Du bist ja sowas wie ein Serientäter, schon ein paar Mal dabei gewesen und deine Insights, auch internationale Sicht auf digitale Themen sind toll. Vielleicht kannst du dich kurz vorstellen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dr. Peter Robejsek: </strong>Hi Dietmar, schön wieder dabei zu sein. In der Tat, wir sind Serientäter. Als Mastercard haben wir natürlich immer den Wunsch auch immer wieder zu erklären, wer wir eigentlich sind. Bei dem Namen denkt jeder an die Plastikkarte. Die Realität ist, wir sind ein Technologieunternehmen, was sowohl im B2B-Bereich als auch im B2C-Bereich Lösungen anbietet. Das ist das Ziel von mir und meinen Co-Autoren hier mit diesem Beitrag das mal klarzumachen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Toll. In deinem Beitrag schreibst du etwas zu Transaktionen als Katalysator, als Beschleuniger der Digitalisierung. Eine Transaktion erscheint erstmal als simpler Vorgang, wenn man so drauf schaut. Kannst du ein bisschen das strategische Potenzial von Transaktionen kurz erklären? Später auch noch B2C als auch B2B.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dr. Peter Robejsek:</strong> Ja, Transaktionen sollten als erstes einmal voll integriert und unauffällig sein in einem Geschäftsvorgang, egal ob im B2B- und oder im B2C-Umfeld. Da kann man jetzt eben aufgrund der digitalen Technologien heutzutage sehr viel mehr tun, als es im Durchschnitt so der Fall ist und das wollen wir näher beleuchten.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Also Transaktionen, wenn ich es richtig verstehe, aus dem Artikel sind Kulminationspunkte, also der Gipfel oder Höhepunkt digitaler Geschäftsmodelle. Wie ändert sich denn die Rolle aus deiner Sicht bei Transaktionen, wenn nicht nur der Abschluss, sondern auch der strategische Hebel bedacht wird?</p>
<p> </p>
<p><strong>Dr. Peter Robejsek:</strong> Ja, dass es sich bei der Transaktion um den Kulminationspunkt eines Geschäftsvorgangs handelt, ist im B2C-Umfeld sicherlich unumstritten. Der Händler möchte natürlich erst einmal erfolgreiche Geschäftsabschlüsse haben, aber auch im B2B-Umfeld ist das ja so, dass ich sozusagen erhebliche Effizienzen generieren kann, wenn ich die Transaktion nicht nur als notwendigen Schritt denke, sondern sie auch bestmöglich optimiere und damit habe ich dann plötzlich nicht nur Erlöspotenzial, sondern auch Kosteneinsparung.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> In dem Artikel hast du das Thema Hyperpersonalisierung als Überlebensstrategie dargestellt. Was können Unternehmen davon lernen? Einige Branchen sind ja schon etwas weiter. Der Kunde erwartet es am Ende auch. Vielleicht kannst du uns da ein bisschen was an Insights geben.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dr. Peter Robejsek:</strong> Ja genau, Dietmar, du bringst es ja schon auf den Punkt. Der Kunde erwartet das, der kennt von den großen Plattformen bereits eine sehr, sehr personalisierte User Experience und wenn man als Händler eben jetzt unabhängig bestehen möchte im Wettbewerb, dann ist Hyperpersonalisierung unabdingbar.</p>
<p>Was heißt Hyperpersonalisierung? Das bedeutet im Grunde genommen, dass während ich live mit dem Frontend des Händlers interagiere, dass sich die Inhalte, die mir persönlich angezeigt werden, dynamisch an mein Verhalten anpassen. Das führt zu deutlich höheren Geschäftsabschlüssen, hoher einstelliger bis zweistelliger Prozentbereich. Das führt auch zu viel höheren Click-Through-Raten. Das</p>
<p>vervielfacht sich da häufig, wenn man das richtig einsetzt.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Oh, das kann ich auch noch sagen. Das gilt ja für alle Branchen, denn dem Kunden ist es egal, ob er jetzt bei der Bankversicherung oder Energieversorger ist, er möchte das gerne. Vielleicht auch ein Schwenk zum B2B-Bereich. Da schreibst du ja zum Thema Zahlungsverkehr: Oft ist dort ja nicht nur der Zahlungsweg selbst ineffizient, sondern das Davor und Danach ist oft ein Effizienzthema. Was sind da die größten ungenutzten Potenziale aus deiner Sicht entlang der Transaktionskette speziell im Finanzwesen?</p>
<p> </p>
<p><strong>Dr. Peter Robejsek:</strong> Das einfachste Beispiel ist hier sicherlich der sogenannte Longtail an Suppliern. Also Supplier, die selten Transaktionen machen, mit denen ich auch geringe Umsätze tätige als Unternehmen, die möchte ich eigentlich gar nicht so gerne in meinem ERP-System onboarden, denn das kostet Zeit und Ressourcen, das ist teuer, gerne auch nördlich der 1000 € pro Onboarding Vorgang, die dort aufgerufen werden können.</p>
<p>Das heißt, das gilt es im Grunde genommen zu vermeiden und moderne Payment-Technologien wie zum Beispiel virtuelle Kartenlösungen lassen sich auf der einen Seite nahtlos in ERP-Systeme und Genehmigungsprozesse im Unternehmen integrieren und erübrigen mir auf der anderen Seite eben das teure Onboarding der Supplier.</p>
<p> </p>
<p>Wenn man das dann noch konsequent weiterdenkt und nicht den einzelnen Lieferanten sich anschaut, sondern eben die große Masse an kleineren Lieferanten, dann kommt da auch signifikanter Umsatz zustande, den ich jetzt plötzlich als Treasurer flexibel auf der Zeitachse hin und her schieben kann. Das hat dann auch noch positive Effekte auf die Finanzierung des Unternehmens, auf das Working Capital und das ist wiederum ein Faktor bei der Resilienz.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Spannende Insights, Peter. Vielen Dank für deine Sicht und wir freuen uns auf den Artikel. Ich hoffe, ihr habt sehr viele Ideen bekommen.</p>								</div>
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			</item>
		<item>
		<title>IT-Plattformen als Brücke zwischen Klimaschutz und Kosteneffizienz</title>
		<link>https://mexxon.com/it-plattformen-als-bruecke-zwischen-klimaschutz-und-kosteneffizienz-interview-zwischen-stephan-segbers-und-dietmar-schmidt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 09:52:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview zwischen Stephan Segbers und Dietmar Schmidt]]></description>
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<p>Interview zwischen Dietmar Schmidt, CEO mexxon Gruppe, und Stephan Segbers, Vertriebsvorstand RheinEnergie AG, zu seinem Beitrag „IT-Plattformen als Brücke zwischen Klimaschutz und Kosteneffizienz“ im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche – Intelligence, Resilience, Simplicity“ herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus Mosen und Jürgen Moormann.</p>
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									<p><strong>Transkript:<br /><br />Dietmar Schmidt:</strong> Hallo, mein Name ist Dietmar Schmidt. Ich bin Herausgeber des neuen Buchs “Digitale Dimension: Intelligence, Resilience und Simplicity”. Und heute geht&#8217;s um den Buchbeitrag “Mit KI und Daten in die grüne Zukunft und Firmen und Unternehmen” [Anm. d. Red.: Der Titel war zum Zeitpunkt des Interviews ein Arbeitstitel; veröffentlicht wurde der Beitrag später unter „IT-Plattformen als Brücke zwischen Klimaschutz und Kosteneffizienz“]. Ich spreche mit Stephan, du bist Vorstand für Vertrieb und Energiebeschaffung bei dem Energieversorger Reinenergie.</p>
<p>Du hast in diesem Beitrag etwas Spannendes geschrieben, wo du das Thema Ökologie und Ökonomie zusammenbringst und sogar eine Plattform auf KI-Basis berechnend, also vielleicht stellst du dich kurz vor.</p>
<p> </p>
<p><strong>Stephan Segbers:</strong> Ja, sehr gerne, Dietmar. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf. Mein Name ist Stephan Segbers. Ich bin, wie du richtigerweise sagst, bei der Reinenergie im Vorstand für das Thema Vertrieb zuständig. Ich sage immer gerne dazu, ich bin vierfacher Familienvater und deswegen liegt mir das Thema Energiewende und Nachhaltigkeit besonders am Herzen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Diemar Schmidt:</strong> Toll. Und ja, da sind wir auch direkt beim Thema Nachhaltigkeit, CSRD, die EU-Taxonomie, das Energieeffizienzgesetz. Viele Unternehmen beschäftigen sich sowohl in der Finanzbranche als auch in den anderen Branchen wie hier auch im Bereich der Energieversorger damit, wo auch der gesamte Kapitalmarkt mehr und mehr in diese Richtung geht.</p>
<p>Wo ist denn nachhaltiges Invest möglich? Was brauchst du aus deiner Sicht, damit solche Vorgaben nicht zur Belastung werden, sondern als echte Enabler für die Transformation wahrgenommen werden – gerade wenn es um energieintensive Betriebe geht. Wie gelingt das trotz der ganzen Reportingplichten?</p>
<p> </p>
<p><strong>Stephan Segbers:</strong> Ja, ich glaube Teil der Wahrheit, das kann man auch nicht wegdiskutieren, ist das Regulatorik und dass auch Bürokratie natürlich immer erstmal eine Belastung darstellen. An der Stelle würde ich sagen, ist es teilweise aber eine positive Belastung, weil es geht ja um Nachhaltigkeit und wir alle wissen, es gibt nur einen Planeten und wir wollen ja nachhaltiger werden.</p>
<p>Ich glaube, die Kunst besteht darin, dass man Regulatorik richtig versteht und in Geschäftsmodelle umsetzt, übersetzt und versucht dann halt Regulatorik nachher für sich auch positiv wirken zu lassen. Und es gibt immer ein schönes Beispiel an der Stelle: Taxonomie und Nachhaltigkeit ist ja auch für Kapitalgeber immer ein besonderes Thema und von daher wer nachhaltig agiert, wer das auch nachweisen kann, der hat besseren Zugang zu Kapital und der kommt an günstigeres Kapital. Also auch hier</p>
<p>lassen sich positive Effekte unmittelbar ableiten.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Spannend. Reden wir über die Wirtschaftlichkeit, Stefan. Gerade auch die Bundesregierung will das Bürokratiemonster loswerden, aber die Umsetzung ist auch das Problem. Die Unternehmen erkennen auch, die wollen strategische Änderungen durchführen, aber scheitern an der Umsetzung. Was hilft konkret</p>
<p>nachhaltigen Transformation auch ökonomisch tragfähig zu werden?</p>
<p> </p>
<p><strong>Stephan Segbers:</strong> Ja, ich glaube in der Tat, du hast es mit der Frage schon fast ausgedrückt, also wir müssen darauf achten, dass wir nicht nur ökologisch sind um jeden Preis, sondern dass wir Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden. Das heißt, wir müssen die Erkenntnisse aus dieser Dekarbonisierung, aus dieser Transformation nutzen, um sie pragmatisch auch in Geschäftsmodelle zu übersetzen. Das bedarf einer guten Strategie, es bedarf aber vor allem auch einer Technologie, die mir dabei hilft, diese Erkenntnisse gewinnbringend umzusetzen, um beispielsweise aus ökologischen Inputdaten nachher auch ökonomische Ableitungen zu treffen.</p>
<p>Denn häufig ist es erfreulicherweise so, wenn ich mein beispielsweise CO2-footprint reduziere, kann ich damit auch Geld einsparen, weil ich zum Beispiel Primärenergie einspare. Das heißt, es gibt hier schon interessante Kombinationen, die auf jeden Fall lohnen, sich näher anzuschauen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Da wollen wir auch mal ein bisschen drauf schauen, wie sieht eure Technologie aus, eure intelligenten Systeme, eure Plattformen, die ihr gebaut habt, die du im Beitrag ja auch erwähnst. Skizziere doch mal kurz, wie die Daten, Marktdaten, Maschinendaten zusammenwirken, wie ihr KI nutzt, um Energieflusse zu steuern. Was sind da so die Hebel in der Energiewende und wie unterscheidet sich das Thema Intelligence und KI bei euch durch bloße Digitalisierungsprozessoptimierung?</p>
<p> </p>
<p><strong>Stephan Segbers:</strong> Ja, was wir gemacht haben ist, wir haben tatsächlich eine Ende-zu-Ende-Plattform mit unserem Partner gebaut, unserem Technologiepartner. Es geht darum, dass wir über Sensorik auf der einen Seite Energiedatenflüsse erheben bei dem Kunden, sowohl was Konsum als auch Verbrauch anbelangt und diese Daten gleichzeitig kombinieren mit Marktdaten, mit Wetterdaten, mit Großhandelspreisen, aber auch mit erwarteten Verhaltensweisen in der Zukunft und dann über intelligente Algorithmen, über künstliche Intelligenz daraus Maßnahmen ableiten, wie beispielsweise der CO<sub>2</sub>-footprint reduziert werden kann, wie man aber auch Anlagenparks zum Beispiel effizienter fahren kann, wie man Primärenergie einsparen kann oder wann man wie Energie einkauft. Das heißt, wir verbinden tatsächlich Ökologie und Ökonomie über künstliche Intelligenz als gewinnbringendes Produkt für den Kunden.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Total interessant finde ich dieses End-to-End-Denken. Auch bei euch ist auch im Ökosystem oft das Thema von Sensorik bis zu Investitionsempfehlung. Das bedeutet aber oft auch neue Allianzen eingehen, neue Rollen übernehmen, Industrie zusammenbringen, Finanz- und Energieversorger und Plattform- und Technologiepartner zusammenbringen, die wirklich zusammenwirken. Wie schafft ihr das? Wie ist das durchgängige System möglich?</p>
<p> </p>
<p><strong>Stephan Segbers:</strong> Ja, ich glaube, wir haben schon vor längerer Zeit erkannt, Energiewirtschaft wird immer komplexer. Wir erleben ja auch eine Sektorenkonvergenz: Mobilität, Wärme, Energie. Das heißt, wir müssen immer stärker in Ökosystemen denken. Auch in dieser Plattformlösung, die wir hier geschaffen haben, war es von Anfang an klar, wenn wir als RheinEnergie versuchen würden, eine Plattform aufzubauen, das wird nicht nur sehr teuer, sondern wird im besten Fall wahrscheinlich auch mittelmäßig.</p>
<p>Also haben wir uns jemanden gesucht, der top-notch ist im Bereich IT, im Bereich künstliche Intelligenz und Plattformbau und kombinieren das mit unserer Kernkompetenz im Bereich der Energiewirtschaft und Regulatorik. So wird ein ganz tolles Ergebnis draus und ich glaube das ist, was wir grundsätzlich nach vorne gerichtet immer stärker anwenden müssen. Partner finden und dann Allianzen schmieden.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Lieber Stefan, sehr spannend, du hast auch Energie in dir selbst. Du bist nicht nur Vorstand eines Energieversorgers. Alle, die jetzt zugehört haben, seid gespannt auf den Buchartikel. Es wird großartig. Vielen Dank fürs Kommen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Stephan Segbers:</strong> Lesen, es lohnt sich. Ich freue mich drauf.</p>								</div>
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		<title>Dimensionen von Datenstrategien und ihre Umsetzung in die Praxis</title>
		<link>https://mexxon.com/dimensionen-von-datenstrategien-und-ihre-umsetzung-in-die-praxis-interview-mit-udo-wilcsek-und-dietmar-schmidt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 09:47:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Udo Wilcsek und Dietmar Schmidt]]></description>
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<p>Interview zwischen Dietmar Schmidt, CEO mexxon Gruppe, und Udo Wilcsek, Vorstandsmitglied der ALH Gruppe, zu Wilcseks Buchbeitrag „Dimensionen von Datenstrategien und ihre Umsetzung in die Praxis“ im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche – Intelligence, Resilience, Simplicity“ herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus Mosen und Jürgen Moormann.</p>
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									<p><strong>Transkript:</strong><br /><br /><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Hallo, mein Name ist Dietmar Schmidt. Ich bin Herausgeber des Buches “Digitale Dimensionen: Intelligence, Resilience und Simplicity” mit der Frankfurt School zusammen und bin heute bei Udo Wilcsek, der sich kurz vorstellen möchte. Udo, wo sind wir denn hier? Was ist deine Aufgabe?</p>
<p> </p>
<p><strong>Udo Wilcsek:</strong> Ja, hallo zusammen. Mein Name ist Udo Wilcsek. Ich bin der IT-Vorstand der Alten Leipziger Hallesche Gruppe hier in Oberursel und darf in dem Buch auch mitschreiben.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Du hast den spannenden Titel “Von Regulatorik bis Kundenerlebnis: Die vielfältigen strategischen operativen Vorteile einer integrierten Datenstrategie” [Anm. d. Red.: Der Titel war zum Zeitpunkt des Interviews ein Arbeitstitel; veröffentlicht wurde der Beitrag später unter „Dimensionen von Datenstrategien und ihre Umsetzung in die Praxis“]. Viele jammern ja über Regulatorik und sehen das eher als Belastung an, aber bei “Digitale Dimensionen” in deinem Artikel beschreibst du auch genau, was für ein Hebel in der Regulatorik drinsteckt. Kannst du uns da vielleicht ein bisschen einen Einblick geben?</p>
<p> </p>
<p><strong>Udo Wilcsek:</strong> Ich weiß, dass bei vielen Menschen Regulatorik immer so eine gewisse Abwehrhaltung beinhaltet, aber aus meiner Sicht ist Regulatorik durchaus eine Chance. Also speziell im Datenkontext haben wir die Möglichkeit mit Regulatorik auch einfach einen Rahmen zu schaffen und den verantwortungsvollen Umgang vor allem mit Daten zu ermöglichen. Dazu ist zum Beispiel so eine Data Governance ein ganz wichtiges Thema, weil da wirklich jeder weiß, in welchem Rahmen er sich bewegt, was er tun kann und wie er mit den Themen umgehen kann.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Das heißt die Data Governance als Beispiel eine in Datenstrategie im regulatorischen Umfeld bringt eine echte Resilienz aus deiner Sicht, wenn es gut gemacht ist.</p>
<p> </p>
<p><strong>Udo Wilcsek:</strong> Aus meiner Sicht ja, weil jeder weiß, was er in welchem Rahmen zu tun hat.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Ja. Alte Daten, alte Systeme, alte Komplexität? Viele Versicherer da draußen kennen diese Problematik. Wie habt ihr das bei ALH hier geschafft, aus diesem Flickenteppich eine Architektur, ein Zielbild zu entwickeln mit der Datenstrategie integriert in eure Gesamtstrategie? Wie seid ihr da vorgegangen?</p>
<p> </p>
<p><strong>Udo Wilcsek:</strong> Na gut, es ist ja am Ende des Tages eine evolutionäre Sache. Also, wir haben wirklich relativ klein angefangen mit ersten Cases, haben entsprechend die Technologien aufgebaut, haben das dann Schritt für Schritt skaliert. Es ist am Ende des Tages keine Raketenwissenschaft, aber wichtig an der Stelle ist es wirklich die Organisation auch nicht zu überfordern, indem man einfach mit irgendwelchen tollen Technologien um die Ecke kommt, sondern sich Schritt für Schritt dahin zu entwickeln und was wir tatsächlich in der Strategie auch versucht haben abzubilden, sind einfach die unterschiedlichen Dimensionen, die davon relevant sind, ob das jetzt das angesprochene Governance-Thema ist, die Prozesse im Umgang mit Daten oder auch die entsprechenden Technologien.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Du hast es auch schon angesprochen, dass das Thema Organisation, wie nimmst du die Kulturwandel mit, wie kriegst du die Datenstrategie ist ja kein IT-Projekt, sondern es ist ja auch eine Veränderung, datengetriebenes Denken reinzubekommen über Use Cases und Co. Wie ist das aus deiner Sicht? Wie kriegt man diese Schlüsselqualifikation Datenkompetenz in die Organisation rein?</p>
<p> </p>
<p><strong>Udo Wilcsek:</strong> Das aus meiner Sicht wichtige ist schon mal ein Grundverständnis zu haben, dass es nicht ein reines IT-Thema ist. Es ist nicht eine Fähigkeit der IT, sondern des gesamten Hauses. Technologien können wir heute in innerhalb von Tagen zur Verfügung stellen. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, wie kann ich mit diesen Technologien arbeiten? Da sind die Fachbereiche sehr, sehr stark gefordert und da muss man Verständnis haben, was man mit der Technologie machen kann und vor allem welchen Nutzen man zum Beispiel für Kunden, für Vertriebspartner generieren möchte.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Und die Vorstände, die da draußen sind, die jetzt zuhören, wie würden sie so ein Thema am besten anpacken? Was ist ein konkreter Schritt, um eine Datenstrategie 2.0 ins Unternehmen zu kriegen?</p>
<p> </p>
<p><strong>Udo Wilcsek:</strong> Ja, auch hier eine gemeinsame Sache. Es ist jetzt nicht so, dass ich mich irgendwo hingesetzt habe und etwas runtergeschrieben habe, sondern du musst gemeinsam mit den Kollegen drüber sprechen. Was wollt ihr dann eigentlich erreichen? Man braucht ein Commitment, in welche Richtung man möchte und danach kann man, ich will nicht sagen entspannt, aber man kann relativ locker dann eine Strategie runterschreiben, weil welche Inhalte in einer Strategie sein sollten, glaube ich, wissen wir inzwischen alle.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Habt ihr gut zugehört da draußen? Alles weitere findet ihr im Artikel von Udo. Vielen Dank für die Einblicke heute. Bis bald.</p>
<p> </p>
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		<title>KI am Front-End: Von regelbasierten Chatbots zu intelligenten KI-Agenten</title>
		<link>https://mexxon.com/ki-am-front-end-von-regelbasierten-chatbots-zu-intelligenten-ki-agenten-interview-mit-michael-altendorf-und-dietmar-schmidt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2025 09:53:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Michael Altendorf und Dietmar Schmidt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="2471" class="elementor elementor-2471" data-elementor-post-type="post">
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<p>Interview zwischen Dietmar Schmidt, CEO mexxon Gruppe, und Michael Altendorf, CEO und Co-Founder Acceleraid, zu seinem Beitrag „KI am Front-End: Von regelbasierten Chatbots zu intelligenten KI-Agenten“ im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche – Intelligence, Resilience, Simplicity“ herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus Mosen und Jürgen Moormann.</p>
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									<p><strong>Transkript:<br /><br />Dietmar Schmidt:</strong> Hallo, mein Name ist Dietmar Schmidt. Ich bin Herausgeber des neuen Buches “Digitale Dimensionen in der Finanzbranche: Intelligence, Resilience, Simplicity”. Vielleicht kannst du dich kurz vorstellen, Michael.</p>
<p> </p>
<p><strong>Michael Altendorf:</strong> Ja, Dietmar, erstmal vielen Dank, dass ich am Buch mitschreiben durfte und ich bin der Gründer und Geschäftsführer von Accelerate und es gibt uns seit 15 Jahren. Wir beschäftigen uns mit Daten und KI im Bankenumfeld eigentlich schon die ganze Zeit und natürlich ist jetzt eine sehr spannende Zeit gerade mit dem Thema KI, wo sich doch sehr viel ändern wird im Moment.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Du beschreibst ja in deinem Artikel die technologische Evolution von regelbasierten Chatboards hin zu multimodalen KI-Agenden in Echtzeitinteraktion. Wie weit ist der Markt und wo schreitet es voran aus deiner Sicht bei den Banken? Wo klemmt es noch?</p>
<p> </p>
<p><strong>Michael Altendorf:</strong> Der Markt an sich weltweit schreitet natürlich sehr schnell voran und bei den Banken ist natürlich das Problem mit der Regulatorik und den Prozessen, dass das da immer natürlich etwas länger dauert, aber auch da sieht man natürlich, dass viele gerade am Ausprobieren sind, würde ich sagen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Ein großes Thema sind ja dabei auch Vertrauen, Transparenz und Regulatorik. Du hast es eben schon kurz erwähnt. Du sprichst über RAG-Modelle,</p>
<p>Feintuning und Datenschutz. Die Komplexität steigt nochmals, was sind aus deiner sich die drei wichtigsten Voraussetzungen, damit KI für den Kunden kontaktregulatorisch, tragfähig und wirtschaftlich trotzdem skalierfähig wird?</p>
<p> </p>
<p><strong>Michael Altendorf:</strong> Na ja, also erstens ist ja das Thema, dass der Endkunde, wie wir auch, das Erlebnis des Chatbots im Moment haben, die sind eher schwierig bis will man eigentlich nicht benutzen. Das heißt, erstmal muss man den Kunden daran führen, dass sich das jetzt ändert. Das zweite ist natürlich Regulatorik im Griff haben, was direkt dazu führt, ich darf eigentlich keine komplexen Use Cases machen, sondern muss im öffentlichen Bereich bleiben, um das ganze Datenschutzthema nicht direkt zu sehr zu strapazieren. Klar, die Vision, wenn ich meinen Chatbot habe in der App, mit dem ich reden kann über meinen Kontostand und über meine Investments ist super, aber da sind wir noch lange nicht. Ich würde sagen, der FAQ-Bot auf der normalen Webseite, der ist ein guter Startpunkt.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Michael, kannst du uns vielleicht noch ein Einblick geben, wie jetzt so ein Vorstand oder ein Expert im Bankenumfeld den tragfähigen Business Case für ein KI-Ansatz rechnen kann in dieser komplexen regulatorischen Welt und letztendlich wie der Unterschied zwischen einem Proof-of-Concept und ROI dann ausgeprägt werden kann.</p>
<p> </p>
<p><strong>Michael Altendorf:</strong> Ja, im Prinzip gibt&#8217;s ja viele Mitarbeiter auch bei Banken, die sich gerne mit dem Thema jetzt gerade beschäftigen. Jetzt müsste man natürlich erstmal etwas live bekommen, was wirklich rechenbar ist und da ist es eben so, der Customer Service Use Case eignet sich natürlich sehr einfach, weil ich habe einen gewissen Durchschnittspreis, den jede Kundenanfrage kostet und die rechne ich einfach gegen die Chatbot-Kosten, die ja ein Bruchteil sind. Da lassen sich, ich glaube, Klarna hatte ja so eine Pressemitteilung, sie konnten 80% Kosten sparen. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich würde sagen 50% sind da locker drin und da reden wir ja nur über textbasierte Bots, da reden wir noch gar nicht über ein Gespräch, das ich mit dem AI-Agent führe.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Spannend. Nach vorne geblickt mal als Schlussfrage: Was müssen die Banken jetzt tun, damit sie KI nicht nur als Effizienztool sehen, sondern als wirklichen Fortschritt auf der Kundenerlebnisseite?</p>
<p> </p>
<p><strong>Michael Altendorf:</strong> Ja, die Bankvorstände und die Entscheider müssen sich auf jeden Fall alle wirklich selbst damit beschäftigen. Das ist jetzt kein Thema, was an ihnen vorbeigehen wird. Das bedeutet auch selbst die Tools den ganzen Tag nutzen und dann sich auch überlegen, wo sie selbst Entscheidungen treffen können, Dinge zu beschleunigen, anstatt die wegzudelegieren an irgendeinen, was auch immer AI-Officer, den es jetzt oft gibt, denn die Prozesse sind meistens komplex. IT-Einführungen, wissen wir alle, dauern ewig bei Banken und da muss jetzt aber schneller gehandelt werden, weil die Player, die schneller sind, ziehen dann sehr stark vorbei. Die haben bessere Kostenstrukturen und extreme Vorteile, würde ich sagen.</p>
<p> </p>								</div>
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		<title>Digitale Grundrechte im Kontext Künstlicher Intelligenz</title>
		<link>https://mexxon.com/digitale-grundrechte-im-kontext-kuenstlicher-intelligenz-interview-mit-wolfgang-epting-und-dietmar-schmidt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Rubin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2025 09:49:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Wolfgang Epting und Dietmar Schmidt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="2459" class="elementor elementor-2459" data-elementor-post-type="post">
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<p>Interview zwischen Dietmar Schmidt, CEO mexxon Gruppe, und Wolfgang Epting, Solution Advisor Chief Expert bei SAP Deutschland, zu seinem Beitrag „Digitale Grundrechte im Kontext Künstlicher Intelligenz“ im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche – Intelligence, Resilience, Simplicity“ herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus Mosen und Jürgen Moormann.</p>
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									<p><strong>Transkript:<br /><br />Dietmar Schmidt:</strong> Hallo, ich begrüße euch für das neue Buch “Digitale Dimensionen”. Heute mit Wolfgang Epting, dem Solution Advisor Chief Expert bei der SAP Deutschland. Hallo Wolfgang, schön, dass du da bist. Dein Beitrag heißt ja “Digitale Grundrechte wahren” [Anm. d. Red.: Der Titel war zum Zeitpunkt des Interviews ein Arbeitstitel; veröffentlicht wurde der Beitrag später unter „Digitale Grundrechte im Kontext Künstlicher Intelligenz“]. Was verstehst du denn da unter digitalen Grundrechten? Warum sind sie jetzt gerade wichtig für den wirtschaftlichen Bereich?</p>
<p> </p>
<p><strong>Wolfgang Epting:</strong> Ja, aus meiner Sicht sind digitale Grundrechte Datenschutz. Es geht um Nichtdiskriminierung und genau diese Dinge müssen wir im Zeitalter von KI neu denken. Wir müssen sie aber auch schützen. Sie sind ein wirtschaftliches Thema. Vertrauen ist die Basis für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Nur wer digitale Grundrechte glaubwürdig achtet, schafft nicht nur Compliance auf der einen Seite, sondern echten Marktvorteil. Damit positionieren wir uns als Europa strategisch mit einer wertebasierten Technologie.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Vertrauen in Regulatorik ist auch ein Stichwort. Du argumentierst in deinem Beitrag ja, dass Regulierung, wenn intelligent umgesetzt, Innovation beflügeln kann. Was genau macht diesen europäischen Weg aus im Umgang mit KI und Daten oder besonders und wie können Banken und Versicherungen davon profitieren?</p>
<p> </p>
<p><strong>Wolfgang Epting:</strong> Ja, ich denke, der europäische Weg verbindet unsere Grundrechte, nämlich Transparenz, Vertrauen mit technologischer Innovation und damit schaffen wir regulatorische Klarheit und eben nicht weitere Innovationshemmnisse. Banken und Versicherer profitieren davon, indem sie vertrauenswürdige KI in sensiblen Anwendungsfeldern auch einsetzen können, ohne regulatorische Risiken einzugehen. Es ermöglicht uns nicht nur eine rechtsichere Digitalisierung, sondern auch eine strategische Differenzierung und damit ein einen klaren Standardvorteil für Europa.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Der EU Data Act stellt ja höchste Anforderung an Datenqualität, Nachvollziehbarkeit etc. Was bedeutet das konkret für den Aufbau von KI-Systemen im Finanzbereich und welche Rolle spielt das Thema Data Fairness dabei auch in Bezug auf die neue Regierung und das neue Digitalministerium? Was willst du ihnen, der neuen Regierung, mitgeben, Wolfgang, mit deiner Erfahrung?</p>
<p> </p>
<p><strong>Wolfgang Epting:</strong> Dietmar, du weißt ja, Daten sind meine große Leidenschaft, waren es schon immer und werden es auch immer sein. Und jetzt haben wir den EU-AI-Act. Der macht deutlich, dass vertrauenswürdige KI im Finanzsektor eben auch Daten erfordert und diese Daten müssen qualitativ hochwertig, sie müssen repräsentativ, sie müssen verzerrungsfrei und sie müssen aber auch nachvollziehbar sein und Datenfairness, wie ich das nenne, wird damit zum regulatorischen Imperativ, aber auch zu einem strategischen Differenzierungsmerkmal für Banken und Versicherungen. Die neue Bundesregierung sollte diesen Aufbau der Infrastruktur nicht nur begleiten, sondern sie sollte als Teil einer nationalen Digitalstrategie aktiv werden und dies auch fördern, aber im Schulterschluss mit Wirtschaft, Aufsicht und Wissenschaft.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Du forderst ja auch, dass Reallabore nicht nur Innovationsräume, sondern auch regulatorische Lernorte sein sollten. Was müsste sich konkret ändern, damit die BaFin hier aktiver wird?</p>
<p> </p>
<p><strong>Wolfgang Epting:</strong> Na ja, damit Reallabore als regulatorische Lernorte wirken, muss die BaFin ihr Mandat um eine explizite Innovationskompetenz erweitern, ähnlich der britischen Finanzaufsichtsbehörde. Ergänzend braucht es eine koordinierte Governance-Struktur, die regulatorische Schnittstellen aktiv gestaltet. So kann die BaFin von einer rein überwachenden zu einer mitlernenden und gestaltenden Instanz im digitalen Finanzökosystem werden.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Wie kann denn jetzt die europäische Regulierungsansatzthematik im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig bleiben, gerade so mit USA und China? Wie ist denn da dein Blick aus einem internationalen Unternehmen heraus?</p>
<p> </p>
<p><strong>Wolfgang Epting:</strong> Ja, aus meiner Sicht müssen wir als Europäische Union unsere Werte nach vorne stellen, um mit den entsprechenden Tech-Giganten mithalten zu können. Es ist wichtig: Wir definieren, wie wir unsere Werte umsetzen. Wir definieren, wie wir leben wollen. Wir definieren, wie wir mit unseren Daten umgehen. Und das ist, glaube ich, wichtig. Eventuell schaffen wir es ja sogar die europäischen Werte oder unsere entsprechenden Umsetzungen dann auch als globales Beispiel voranzustellen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Dietmar Schmidt:</strong> Danke dir. Datensouveränität von Wolfgang. Super Zusammenfassung. Freut euch auf das Buch. Es wird ganz spannend, auch auf diesen Artikel. Alles Gute. Vielen Dank Wolfgang.</p>
<p> </p>								</div>
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